VW steigert Absatz dank Verbrennern – Elektroautos bleiben unter Druck
von Constantin Hoffmann an Jul 20, 2025

Trotz eines rückläufigen Marktumfelds in China konnte der Volkswagen Konzern im zweiten Quartal 2025 seinen Absatz dank Verbrennermodellen wieder ankurbeln. Während Elektroautos wie der Volkswagen ID.4 unter Wettbewerbsdruck stehen, sorgten Benziner und Diesel für ein Plus von 2,8 % im Q2.
Starkes Halbjahr trotz USA-Zöllen und Marktflaute
Weltweit lieferte VW im ersten Halbjahr 4,4 Mio. Fahrzeuge aus (± 1,3 % YoY). Elektromodelle erzielten ein 47 %iges Wachstum (465.500 Einheiten), davon 28 % Marktanteil in Europa. In China sanken die Gesamtverkäufe um 2,3 % auf 1,3 Mio. Fahrzeuge.
Verbrenner sichern Wachstum in China
Nach intensiver Rabattschlacht heimischer Marken konzentrierte sich VW verstärkt auf profitable Verbrenner:
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Zulassungsplus im Juni dank Golf, Passat & Co.
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Zweites Quartal: + 2,8 % Absatzsteigerung
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Strategie: Verbrenner als kurzfristiger Ausgleich bei E-Auto-Schwäche
Neue Hybrid- und Verbrennermodelle sollen diese Dynamik bis 2027 weiter stützen.
Elektroautos: Druck durch lokale Hersteller
Im BEV-Segment in China erleidet VW einen Rückschlag:
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ID-Modelle verlieren Marktanteile gegenüber BYD & Co.
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Halbjahr: China-E-Auto-Absatz rückläufig
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Audi China-Verkäufe: – 10 % insgesamt, BEV-Absätze sogar – 25 %
VW hofft auf Produktneuerungen im zweiten Halbjahr, um die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern.
Ausblick: Handelsabkommen und Investitionen
Audi und Porsche leiden unter 27,5 % US-Zöllen; VW verhandelt mit EU & USA über Ausgleichszölle. Vorstandschef Oliver Blume setzte Investitionszusagen als Verhandlungsinstrument ein. Audi prüft US-Werk für weltweite Produktion noch 2025.
Fazit
VW beweist in China mit Verbrennern kurzfristige Stabilität, während Elektroautos unter starkem Wettbewerbsdruck stehen. Neue Strategien und Modelle werden zeigen, ob sich dieser Trend langfristig umkehren lässt.